Diese Informationen stammen von der Website der Studienvertretung Translation: www.stv-translation.at

Allgemeine Informationen

Diese Seite drucken

Das Masterstudium Translation hat 120 ECTS und ist auf vier Semester Mindeststudienzeit ausgelegt. Es gibt vier Schwerpunkte und 14 mögliche Arbeitssprachen. Du findest das Curriculum auf dieser Seite im Downloadbereich.

Inhaltsverzeichnis

[Verbergen]

    zuletzt aktualisiert am 23. Mai 2017

    Dauer & Umfang

    Das Masterstudium Translation hat einen Arbeitsaufwand von 120 ECTS. Das heißt, dass du dieses Studium grundsätzlich in einer Mindeststudienzeit von vier Semestern abschließen kannst. Dabei sind die ECTS-Punkte folgendermaßen aufgeteilt:

    • 24 ECTS: Pflichtmodule (PM)
    • 70 ECTS: Allgemeine Pflichtmodulgruppe (APMG) inkl. 20 ECTS Individuelle Fachvertiefung und 8 ECTS Praktikum
    •  4 ECTS: Masterkolloquium (begleitendes Seminar zur Erstellung der Masterarbeit)
    • 21 ECTS: Masterarbeit
    •  1 ECTS: Defensio der Masterarbeit

    Studieninhalte & Studienziele

    Das Masterstudium Translation setzt sich zum Ziel, die Studierenden dazu zu befähigen, als Translator*innen und Fachleute für Kommunikation zu arbeiten – über sprachliche, kulturelle und fachliche Barrieren hinweg. Zudem bereitet es auf eine Tätigkeit im Bereich der Forschung und Wissenschaft vor. Die praktischen Kompetenzen und Methoden, die für die berufliche Tätigkeit im Feld der Translation und der Transkulturellen Kommunikation nötig sind, werden im Studium mit den dahinterstehenden wissenschaftlichen Konzepten und Strategien verknüpft. Die technologischen und gesellschaftlichen Bedingungen verändern sich ständig, und die Absolvent*innen dieses Studiums sollen dazu befähgit werden, in dieser globalisierten Gesellschaft (selbst-)verantwortlich translatorisch zu arbeiten, erworbenes Wissen zu verarbeiten, sich flexibel an neue Tätigkeitsfelder anzupassen und diese auch aktiv mitzugestalten. 

    Im Curriculum wird ersichtlich, dass in den jeweiligen Schwerpunkten spezifische, für diesen Bereich relevante Kompetenzen gelehrt und gelernt werden:

    Schwerpunkt Fachübersetzen und Sprachindustrie

    professionelle Kompetenzen insbesondere im Übersetzen von Fachtexten aus Wirtschaft, Recht, Wissenschaften, Technik usw. und in Methoden und Prozessen der internationalen Sprachindustrie. Darüber hinaus [...] Kenntnisse in den Bereichen Translationstehnologien, Terminologie- und Sprachressourcenmanagement, Technologiegestütztes Medienübersetzen und Lokalisierung, Transkulturelle Fachkommunikation, Mehrsprachige Technische Dokumentation sowie die Kompetenz der wissenschaftlichen Reflexion und Analyse all dieser Arbeitsbereiche.

    Schwerpunkt Übersetzen in Literatur - Medien - Kunst

    wissenschaftliche Kenntnisse, Methoden und praktische Fähigkeiten, um auf die translatorischen Anforderungen [...] flexibel und nuancenreich zu reagieren. [...] [Du lernst] verschiedene Übersetzungspoetiken und ihre Auswirkungen einzuschätzen, die Spezifik künstlerischer Texte zu erkennen und entsprechende Stilmittel und Sprachregister in der Übersetzung anzuwenden, die eigenen übersetzerischen Entscheidungen zu begründen sowie die berufspraktischen Aspekte in einem übergeordneten institutionellen Rahmen zu begreifen.

    Schwerpunkt Dialogdolmetschen

    professionelle Kompetenzen im Gesprächs- und Verhandlungsdolmetschen in verschiedenen Einsatzbereichen wie Gericht und Behörden [...] sowie medizinischen und sozialen Einrichtngen. Neben der Dolmetschkompetenz und der Kompetenz zur Aneignung der erforderlichen fachlichen und terminologischen Voraussetzungen umfasst dies vor allem das geeignete Rollenverhalten und situationsspezifischen Bedingungen sowie die Kompetenz, institutionell geprägte Interaktionsprozesse wissenschaftlich zu reflektieren und analysieren.

    Schwerpunkt Konferenzdolmetschen

    professionelle Kompetenz im Konsekutiv- und Simultandolmetschen bei Fachkonferenzen und Verhandlungen aus Politik, Wirtschaft, Recht, Wissenschaften, Medizin, Technik usw. sowie die Kompetenz zur Aneignung der dafür erforderlichen fachlichen und terminologischen Voraussetzungungen unter dem in der Praxis üblichen Zeitdruck. [...] [E]benfalls die Kompetenz zur wissenschaftlichen Reflexion und Analyse dieser Prozesse und Methoden.

    Vorraussetzungen 

    Um bei uns einen Master machen zu können musst du ein Bachelorstudium abgeschlossen haben. Für alle Sprachen, die du im Zuge des Masters studieren willst musst du als Sprachnachweis eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen und einen Nachweis darüber vorweisen:

    • Abschluss des Bachelorstudiums Transkulturelle Kommunikation mit einer von dir gewünschten Sprache als eine der drei Arbeitssprachen oder
    • 36 ECTS-Punkte sprachspezifische Lehrveranstaltungen im Rahmen eines abgeschlossenen Studiums oder
    • ein Studienabschluss einer anerkannten in- oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung, an der die jeweilige Sprache Bildungs- oder Unterrichtssprache ist oder
    • ein Zertifikat, das die Beherrschung der Sprache auf dem Niveau C2 gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen nachweist. Die aktuelle Liste an akzeptierten Zertifikaten findest du im Downloadbereich dieser Seite.

    Unterrichtssprache

    Die Lehrveranstaltungen des Masterstudiums Translation werden in unterschiedlichen Sprachen abgehalten. Sprachübergreifende Lehrveranstaltungen werden auf Deutsch abgehalten, sprachspezifische Lehrveranstaltungen in der jeweiligen Sprache. In den sprachpaarspezifischen Lehrveranstaltungen wird grundsätzlich immer in Kombination mit Deutsch gearbeitet. 

    Lehrveranstaltungen können auch auf Englisch abgehalten werden, und die Lektüre englischsprachiger Texte kann vorausgesetzt werden. Das heißt: Auch wenn Englisch nicht Teil deiner Sprachkombination ist, solltest du in der Lage sein, Lehrveranstaltungen und Lektüre auf Englisch weitgehend zu verstehen.

    Wählbare Sprachen

    Folgende Sprachen sind grundsätzlich wählbar:

    Deutsch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch, Ungarisch

    Bei der Zulassung musst du zwei Sprachen angeben. Eine davon muss Deutsch sein. Damit kannst du bereits jene Schwerpunkte studieren, die mit zwei Sprachen studierbar sind.

    A-, B- und C-Sprache

    Die Bezeichnungen A-, B- und C-Sprache beziehen sich nicht auf die Art des Spracherwerbs oder die persönliche Sprachbiografie und sind daher nicht mit „Mutter-, Bildungs- oder Fremdsprache“ gleichzusetzen. Sie erklären lediglich, wie diese Sprache im Studium angewendet wird. Wenn in einem Schwerpunkt mehr als eine B- oder C-Sprache wählbar sind, werden diese durch die Kürzel x, y und z unterschieden.

    Die A-Sprache ist die Sprache, die du am besten beherrscht. Du verwendest sie als aktive und passive Sprache. Das heißt, du übersetzt und dolmetscht aus deiner A-Sprache in eine andere aktive Sprache und übersetzt und dolmetscht aus einer anderen Sprache in deine A-Sprache.

    Die B-Sprache ist ebenfalls eine aktive Sprache. Du dolmetscht und übersetzt aus deiner A-Sprache in deine B-Sprache und aus deiner B-Sprache in die A-Sprache. Dolmetschen oder Übersetzen aus einer C-Sprache in eine B-Sprache ist eigentlich nicht vorgesehen - wenn Deutsch deine B-Sprache ist, kann dies im Studium aber durchaus vorkommen, da alle sprachspezifischen Übungen grundsätzlich immer in Kombination mit Deutsch angeboten werden.

    C-Sprachen sind passive Sprachen, das heißt, dass sie (nur) als Ausgangssprachen dienen.

    Du studierst im Schwerpunkt Fachübersetzen und Sprachindustrie mit Deutsch, Englisch und Italienisch. Deutsch ist deine A-Sprache, English deine Bx- und Italienisch deine By-Sprache, da im Fachübersetzen in der Regel alle Sprachen Status einer aktiven Sprache haben. Du hast keine passive Sprache und kannst auch keine wählen.

    Du studierst im Schwerpunkt Konferenzdolmetschen mit vier Sprachen. Deutsch ist als A-Sprache deine aktive Sprache, deine anderen drei Sprachen sind deine passiven Sprachen Cx, Cy und Cz. Die drei C-Sprachen sind passive Sprachen und dienen nur als Ausgangssprachen für Dolmetschungen ins Deutsche (A-Sprache). Wenn du aber eine deiner Sprachen (außer Deutsch) ebenfalls aktiv anwenden willst, so kannst du die Sprachkombination A-B-Cx-Cy wählen. Nun sind Deutsch und deine B-Sprache aktive Sprachen, und die anderen beiden Sprachen (die C-Sprachen) sind passive Sprachen und dienen als Ausgangssprachen.

    Wenn du am ZTW das Bachelorstudium Transkulturelle Kommunikation mit Deutsch als B-Sprache abgeschlossen hast, kannst du trotzdem einen Schwerpunkt im Master Translation wählen, bei dem Deutsch die A-Sprache ist, solange du dich damit wohlfühlst.

    Die Anwendung der Sprachen im Studium

    Wie bereits erwähnt, muss Deutsch in jeder Kombination entweder als A- oder B-Sprache gewählt werden.

     Wenn Deutsch A-Sprache ist, gilt, dass:

    •  die A-Sprache und die B-Sprache Ausgangs- und Zielsprachen („aktive Sprachen“) sind, und die C-Sprache ausschließlich als Ausgangssprache („passive Sprache“) fungiert.
    • in der Regel aus der A- in die B-Sprache bzw. aus der B- in die A-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • in der Regel aus der C- in die A-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • in der Regel nicht aus der B- in die C-Sprache bzw. nicht aus der C-Sprache in die B-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • in der Regel nicht aus der Bx- in die By-Sprache bzw. nicht aus der By-Sprache in die Bx-Sprache translatorisch gehandelt wird.

     Wenn Deutsch B-Sprache ist, gilt, dass:

    • in der Regel aus der B- in die C-Sprache bzw. aus der C- in die B-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • in der Regel aus der A- in die B-Sprache bzw. aus der B- in die A-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • in der Regel aus der A-Sprache in die Bx-Sprache . bzw. aus der Bx- in die A-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • in der Regel aus der Bx- in die By-Sprache bzw. aus der By- in die Bx-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • nicht von der A- in die By-Sprache bzw. nicht von der By-Sprache in die A-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    • nicht von der A- in die C-Sprache bzw. nicht von der C-Sprache in die A-Sprache translatorisch gehandelt wird.
    Da viele Lehrveranstaltungen mehrsprachig angeboten werden, kann es durchaus sein, dass das translatorische Handeln zwischen B- und C-Sprache vermieden werden kann. Dann wird aber vermutlich ein Studieren in Mindeststudienzeit nicht möglich sein.

    Zusätzliche Sprachen

    Du wählst zu Beginn des Studiums zwei Arbeitssprachen, wobei eine davon Deutsch ist. Falls du aber gerne mit drei oder vier Sprachen studieren möchtest, kannst du diese nach der Zulassung dazunehmen.

    Bevor du dich zu einer Lehrveranstaltung der Module TR-05 bis TR-08 deines Schwerpunkts anmeldest, musst du deinen Sprachenkanon mit einem Formular beim SSC festlegen. Dabei kannst du beispielsweise eine 3. Sprache dazunehmen, die du bei der Inksription nicht angegeben hast. Die Festlegung des Sprachenkanons ist in jedem Fall bindend und kann nicht mehr geändert werden. Das Formular für die Festlegung des Sprachenkanons findest du auf der ZTW-Website unter Studieninformation - MA Translation neu.

    Sprachkombinationen in den Schwerpunkten

    Je nachdem welchen Schwerpunkt du wählen möchtest, hast du verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zur Auswahl:

    • Fachübersetzen und Sprachindustrie: A-Bx-By (drei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wobei die A- oder die Bx-Sprache Deutsch ist) oder A-B (zwei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wovon eine Deutsch ist).
    • Übersetzen in Literatur – Medien – Kunst: A-C (zwei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wovon die A-Sprache Deutsch ist) oder A-Cx-Cy (drei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wovon die A-Sprache Deutsch ist).
    • Dialogdolmetschen: A-Bx-By (drei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wobei die A- oder die Bx-Sprache Deutsch ist) oder A-B (zwei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wovon eine Deutsch ist).
    • Konferenzdolmetschen: A-B-C (drei der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wobei die A- oder die B-Sprache Deutsch ist) oder A-Cx-Cy-Cz  (vier der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wobei die A-Sprache Deutsch ist) oder A-B-Cx-C(vier der am ZTW angebotenen Arbeitssprachen, wobei die A- oder B-Sprache Deutsch ist). 

    Chinesisch und Japanisch

    Die Schwerpunkte Fachübersetzen und Sprachindustrie und Übersetzen in Literatur–Medien–Kunst sind auf jeden Fall mit Chinesisch und Japanisch studierbar. Im Moment (Stand: WS16/17) werden auch sprachpaarspezifischen Dolmetschlehrveranstaltungen für Chinesisch und Japanisch abgehalten und es besteht nun auch die Möglichkeit die Schwerpunkte Dialog- und Konferenzdolmetschen mit diesen Sprachen zu studieren.

    Zusätzliche Sprachen in der Individuellen Fachvertiefung

    Es ist über einen kleinen Umweg auch möglich, Sprachen zu belegen, die am Zentrum für Translationswissenschaft (ZTW) gar nicht angeboten werden. Zum Beispiel, wenn du im Rahmen der 20 ECTS der Individuellen Fachvertiefung an einem anderen Institut der Universität Wien, oder an einer anderen Universität im In- oder Ausland Lehrveranstaltungen eines dort angebotenen Masterstudiums absolvierst. Beachte, dass du deine Pläne im Vorfeld mit der Studienprogrammleitung (SPL) abklären solltest, um sicherzustellen, dass die von ihr geplanten Lehrveranstaltungen dann auch anerkannt werden.

    Downloads

    Hier findest du wichtige Dokumente zum Bereich Allgemeine Informationen zum Download. Klicke auf ein Dokument, um es herunterzuladen.

    Nach oben